Fachwerk - Kurven und Vulkane - Der Vogelsberg

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08.09.15, 17:50:24

Marcus

geändert von: Marcus - 08.09.15, 18:11:09

Mit rund 2.500 Quadratkilometern ist der Vogelsberg das größte zusammenhängende Vulkanmassiv Mitteleuropas.
Ich hatte mir ein paar Tage freigeschaufelt um mit einigen Kollegen unseres Oldtimerclubs den Vogelsberg zu erkunden.

Mit 15 Maschinen jüngeren Datums ging es am Donnerstag über schöne Land und Nebenstraßen durchs Sauerland zum Rhein - Weser Turm wo wir eine Pause einlegten.
Anschließend weiter über Bad Berleburg rüber nach Hessen und schließlich Flensungen in der Gemeinde Mücke.

Hier bezogen wir Revier im Landhotel Gärtner. Der Chef fährt selber, ist Mitherausgeber der Vogelsberg - Tourenkarte und hatte sich für uns für den Freitag als Guide angeboten, was wir gerne annahmen.

Erstes Ziel der sehr schönen ausgesuchten Strecke war ALSFELD. Älteste Fachwerkstadt in Hessen.
Nach dem Stadtrundgang und dem obligatorischen Besuch einer Eisdiele führte er uns weiter nach SCHLITZ.

Schlitz ist die Stadt der 4 Burgen und nach dem besteigen ( im Aufzug ) des Turmes wurden wir vom Türmner, (ein netter älterer Herr ) über die Geschichte der Stadt sowie des Vogelsberg fachkundig in Kenntnis gesetzt.
Ich möchte nicht wissen, wie oft er das am Tag erklären muss. :rolleyes:

Weiter ging es nach Schotten und von hier nach rund 180km an diesem Tag wieder ins Hotel.
Für den Samstag hatte sich Regen angekündigt, was uns aber nicht störte und so besuchten wir noch im trockenen den Ort BÜDINGEN.

Für mich war dies das schönste Städtchen welches wir in diesen Tagen besucht haben.
Mittelalterlich mit Schloss, Stadtmauer, schönen Fachwerkhäuschen und Romantischen Gassen zum stöbern und spazieren. Der Ort ist allemal einen Besuch wert. Oder auch zwei bis drei.
Schöne Cafés und Lokale laden zum verweilen ein.

Da der Vogelsberg und seine Ortschaften von den Bomben des WK II zum größten Teil verschont geblieben ist bietet sich uns nun eine herrliche Kulisse.
Kleine Dörfer mit überwiegend Fachwerkhäusern, kleinen Fachwerkkapellen in fast jedem Ort sowie große mächtige Fachwerkbauten in den Städten. In Kombination mit Sandsteingebäuden wie ich sie bisher nur aus Trier oder Luxemburg kannte ergibt dies einen ganz besonderen Charme der Städte und Dörfer. Einfach nur schön.

Nach dem ausgiebigen Besuch von Büdingen fuhren wir auf dem Rückweg noch NIDDA an wo wir das selbstgebraute Hefeweizen einer Gaststätte am Markt probieren mussten.
Selbstverständlich nur ganz wenig. ;) Mopedfahrer trinken nicht.
Ja und leider gingen dann am Sonntag auch diese vier Tage wieder viel schnell vorüber.
Für die Rückfahrt hatten wir uns vorab auch wieder nur kleine Straßen und Nebenstrecken ausgeguckt und so kamen wir am Sonntag Nachmittag nach rund 700 km an diesen vier Tagen wieder gut zu Hause an.




08.09.15, 17:55:59

Marcus

mb.
08.09.15, 17:58:53

Marcus

mb.
09.09.15, 17:54:54

roofmakermichel

geändert von: roofmakermichel - 09.09.15, 17:56:07

einfach nur schön.schöner bericht mit Bildern,was einen glatt zur Nachahmung auffordern könnte. :danke:
09.09.15, 18:03:29

JS

Moin Marcus,

sehr schöner Bericht mit tollen Bildern! Animiert unbedingt zur Nachahmung... :-)

Gruß

JoJo
09.09.15, 21:40:20

wernair

Marcus, klasse Bilder, danke
09.09.15, 22:21:21

MC-Motors

Hallo Marcus,

schöne Bilder und ich kann Eure Begeisterung teilen..
Wir haben vor 3 Wochen die Gegend von Koblenz entlang der Lahn erkundet bis Ulrichstein (unter anderem). Nette kleine Sträßchen. Da waren wir nicht das letzte mal...
10.09.15, 14:24:50

Marcus

geändert von: Marcus - 10.09.15, 14:39:23

Danke Euch. Ja es ist eine schöne Gegend und so nah vor der Türe.
Mit den alten Gemäuern und Städtchen haben wir es ja.

Ich häng mal noch ein paar Bilder von der Stadtmauer Büdingen an sowie zwei vom Turm in Schlitz.

Zwischen dem Turm und dem Fachwerkhaus sieht man eine überdachte Brücke.
Hier wurden die Gefangenen rüber in den Turm geführt und an einem Seil runter in den Kreisrunden Turm abgelassen. Ohne Fenster mit glatten Wänden.
Essen kam ebenfalls in einem Eimer von oben per Seil.
Der Turm diente früher schon immer als Verließ.
Er hat keine Treppe und so baute man in den fünfziger Jahren einen Aufzug ein der heute max. mit 5 Personen benutzt werden darf.
Vielmehr passen da auch nicht rein.
Der Eingang unten ist in den Fünfzigern nachträglich gebaut wurden um in den Aufzug zu gelangen.
Von oben ( 2 Euro Eintritt für den Aufzug ) hat man einen rundum schönen Blick übers Land und der Stadt sowie auf´s Moped. ;)

LG
 
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