Moseleifel 27.04.2017 - Die Jugendstilbauten in Traben-Trarbach

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17.02.18, 12:20:52

JS

Moin Zusammen,

angesichts des grau-trüben Wetters wird es Zeit für etwas Ablenkung in Form eines kurzen Reiseberichts aus dem letzten Frühjahr. So vergessen wir wenigstens nicht, wie leuchtendes Blau und Grün aussehen kann!

Zu den schönen Dingen des Lebens zählt sicher auch gute Architektur. Ok, es muss nicht immer der bunte Stilmix des Historismus, der schwülstige Barock oder gar der sehr strenge Klassizismus sein. Eine Stilrichtung hat es mir aber besonders angetan, der Jugendstil (ab Beitrag 14).
Er war die letzte große, nahezu alle Lebensbereiche erfassende Kunst- und Stilrichtung. Der architektonische Ausdruck des Jugendstils ist für mich, im Gegensatz zum gesichtslosen Stahl- Glas- und Betoneinheitsbrei der heutigen Zeit, eine echte Wohltat für das Auge.

Gruß

JoJo
17.02.18, 12:25:16

JS

geändert von: JS - 17.02.18, 12:43:40

2.

Der Jugendstil wollte gefallen, wollte u.a. auch als rein dekoratives Element alle Lebensbereiche durchdringen. Leider hat die Urkatastrophe Erster Weltkrieg viele noch geplante Bauvorhaben gestoppt und im weiteren Verlauf der Freude am Dekorativen das blanke Entsetzen und die Not der Nachkriegszeit entgegen gesetzt. Der Expressionismus als Kunstrichtung trat seinen Siegeszug an! Die Bombenangriffe des Zweiten Weltkrieges haben dann viele dieser Bauten für immer vernichtet.

Zeit sich mal wieder der überlebenden Bausubstanz zuzuwenden. Es geht mit Susanne auf eine Frühjahrstour nach Traben-Trarbach! Wie der Herr Gott es wohl wollte, wurden wir dann durch ein automobiles Kleinod an einen sehr berühmten Panzer-Kommandanten des Zweiten Weltkrieges erinnert. Ein KDF-Wagen in Militärausführung, eine frühen Variante des späteren Käfers!

Gruß JoJo
17.02.18, 12:27:13

JS

geändert von: JS - 17.02.18, 12:27:56

3.

„Um die Jahrhundertwende war Traben-Trarbach nach Bordeaux die zweitgrößte Weinhandelsstadt in Europa. Als protestantische Enklave an der ansonsten katholischen Mosel ergaben sich aus den engen Beziehungen zu Preußen hervorragende Voraussetzungen für einen profitablen Weinhandel. Man begann mit dem Export in europäische Nachbarländer und nach Übersee. Enormer Wohlstand und Reichtum schufen die Grundlage einer regen Bautätigkeit im großbürgerlichen Stil.“ (Mosel.de)


Hier das Ergebnis in Form einiger Bilder...
17.02.18, 12:30:51

JS

geändert von: JS - 17.02.18, 12:41:49

4.

Eine freundliche Anfrage ermöglichte es, das Hotel von innen besichtigen zu dürfen. Unfassbar, dass dieses Hotel samt Innenausstattung dem Modernisierungswahn der 60ziger und 70ziger überlebt hat...

Gruß

JoJo
17.02.18, 12:35:18

JS

geändert von: JS - 17.02.18, 12:44:52

5.

Mittagspause auf der Burgruine Grevenburg. Nette Gastronomie mit tollem Ausblick und spannender Auffahrt.



ENDE,...ICH WILL ENDLICH WIEDER FAHREN!!

Gruß

JoJo
17.02.18, 12:44:50

Beitragssammler

Super Bilder 😀 wir sind gespannt wie's nach dem Essen weiter geht.
17.02.18, 18:03:48

Karl-Heinz

Toller Bericht, das haben wir hier lange vermisst.
 
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