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Geschrieben von: Beitragssammler am: 20.12.12, 14:12:20
Nachdem meine 1500 SE Bj. 99 im Sommer immer wieder während der Stau-Fahrt ausging, habe ich mal die Ladespannung der Lima bei ca. 1000 U/min nachgemessen. Direkt am Ausgang der Lima 11,5 Volt. Linma wurde vor ca einem Jahr generalüberholt. Hab jetzt die Nase voll und würde mir gerne ne Compufire einbauen, scheint es aber in Deutschland nicht mehr zu geben, nur noch USA.

Kann mir jemand nen Tipp geben, woher ich ne Compufire-Lima mit Batterie aus Deutschland bekommen kann, oder wie sind eure Erfahrungen mit alternativen wie z.B.Lichtmaschine Alternator Goldwing 1500 GL1500 90A von http://compare.ebay.de/like/150696228032?var=lv&ltyp=AllFixedPriceItemTypes&var=sbar
?

Viele Grüße und schon mal ein schönes Weihnachtsfest

Dirk


Geschrieben von: Beitragssammler am: 20.12.12, 14:32:46
Hab mal die Suche mit Compufire bemüht, vielleicht kannst im Vorfeld schon mal was mit anfangen.
http://www.goldwing-forum.de/forum/search.php?id=445274&layout=topic&get=&sortfield=post_date&sortorder=DESC&page=1&

Sind nur 8 Seiten, aber sicher alles lesenswert. zwinkern


Geschrieben von: Beitragssammler am: 21.12.12, 11:01:50
Hallo Chris, danke für die Seiten, hab sie auch schon gelesen gehabt, aber woher soll man zur Zeit noch ne Compufire beziehen können, in Deutschland gibt es lt. google nix mehr nur noch USA.
Dass die Lima aus der Bucht nix taugt, dachte ich mir, hatte es auch schon gelesen, leider, der Preis war halt gut...., werde also weiter suchen oder direkt in den USA bestellen.

Danke an alle, und schönes Weihnachtsfest

Dirk


Geschrieben von: keysch am: 21.12.12, 11:36:57
Ruf mal beim Bleeker an, der hat 90Amp Lichtmaschienen wo man auch Teile nachbestellen kann.
Wenn die Compu Fire kaputt ist bekommst Du keine Einzelteile zur reperatur nachzukaufen.
http://www.wingchrome.de/

http://www.wingchrome.de/index.php?module=BroSHP&object=4971583661989174302

Kannst Ihn ja sagen, gruß vom Keysch


Geschrieben von: Marcus am: 21.12.12, 11:41:04
Hätte ich nicht gedacht, das weder Fuchs noch 2 Wheel tec, noch Gisbert Gass und wie sie alle heißen keine Compu mehr liefern können.

Die Lima meiner 99er Wing hat jetzt rund 60.000 km runter und ( noch ) keine Probleme.
Sollte das bekannte Problem der 15er LIMA sie dahinraffen, giebt es das Entsprechende Ersatzteil bei Honda für rund 150 Euro.
Da ich kein Lichterfetischist bin, reicht die Originale allemal.

Hier im Forum gab es auch mal mit der Compuf. Probleme. Das Alheilmittel ist die meines Erachtens nach auch nicht.
Hat eben nur mehr Power.


Gruß
Marcus


Geschrieben von: keysch am: 21.12.12, 12:03:51
Das Problem heißt "Sauberkeit". lachen
Mann sollte zwei mal im Jahr die Lima mit Pressluft vom Kohlestaub befreien.
Auf Deutsch, Seitendeckel ab und mit Pressluft ausblasen.(abblasen)
Meistens sind nur die Kohlen verklemmt, oder am Ende.
Durch den Kohlestaub bekommt die Lima Masseschluss und verabschiedet sich dann.
Wenn man schon auf der Seite ist gleich auch das Wasser aus den zwei Gummischläuche ablassen.

Die Lima zur reperatur einschicken??? abgelehnt
Lieber selber machen, die Einzelteile gibt es bei BB.

http://www.goldwing.nl/renswoude/index.php?idCode=4_08042010_1956&category=GL%201500&subcat=&search=&ndo=400 ganz unten

und hier weitere Teile:
http://www.goldwing.nl/renswoude/index.php?idCode=4_08042010_1956&category=GL%201500&subcat=&search=&ndo=500


Geschrieben von: Beitragssammler am: 21.12.12, 14:52:16
Hallo Marcus, meine 98 er SE hat 115 tsnd runter und der Vorbesitzer hatte die Lima im Oktober 11 zur Überholung weg, Kohlen waren runter, Lager erneuert. jetzt nach etwa 15 000 fängt sie wieder an zu spinnen. Bin auch nicht der Lichtfanatiker, aber bei den US-Modellen fehlt der Lichtschalter und bei 40 Ampere Ladestrom und 11 Volt Spannung bleiben nur 440 Watt übrig, das verbrauchen die Standardlampen, mit Kofferbeleuchtung schon fast alleine. Also ziehen Dir die Lampen im Stand die Batterie leer. Bei Batteriespannung unter 12 Volt geht die Kiste aus und lässt sich nicht mehr starten.

@ Keysch
Wenn ich mich nicht irre, ist es doch genau diese Lima, vor der hier im Forum gewart wird, wegen Vibrationen und so (siehe Text von Greenwing). Das mit der Sauberkeit der Lima ist ein Argument, sollte ich mal versuchen. Kriechstöme sind immer Mist und hauen nur Probleme rein, die man, wenn sie nicht bekannt sind, nur schwer finden kann.


Geschrieben von: Beitragssammler am: 21.12.12, 16:09:15
Das ist bei der 12er USA auch nicht anders. Baue in die Lichtleitungen, nach den Sicherungen, Zwischenschalter für Standlicht und Abblendlicht ein und rüste die Zusatsbeleuchtung um auf LED. So kommst du mit der gebrauchten Leistung runter.

Grüsse aus Boss Town

Zwergi & Scrambler


Geschrieben von: Marcus am: 21.12.12, 18:01:39
Hallo Dipre,

ist schon klar, wenn nur 11 Volt ankommen.
Im Normalfall sollen ja knapp über Leerlauf ja auch rund 14 Volt ankommen.


@ Frank ( Keysch )

Ausblasen nutzt Dir in dem Moment auch nichts, wenn Du zbSp. in großer Hitze unterwegs bist und der
Lichtmaschinenanker dadurch beschädigt wird.
Die Lima mag keine Hitze. Siehe Eingangspost von Dipre. ( Staufahrt, Sommer ec. )
Die Wärmeabfuhr aus der Verkleidung und damit weg von der Lima ist unzureichend und die Lima überhitzt, der Anker bekommt einen Schluss.
Die Kühlrippen ( Lüftungsrippen ) an der Lima sind unterdimensioniert.

Merlin hatte dazu schon sehr Fachkundige Beiträge geschrieben und gezeigt, wie man die Kühlung der Original Lima verbessern kann.
Finde aber den Beitrag gerade nicht.

Das Problem ist vielleicht auch der Abrieb der Kohlen aber meines Erachtens nach in erster Linie die Unzureichende Wärmeableitung bzw. Verträglichkeit.




Gruß
Marcus



Geschrieben von: keysch am: 21.12.12, 21:05:58
Hey Marcus
Natürlich sollte man die zu Hause ausblasen und nicht wenn man schon im Stau steht.
Schau mal hier,wichtige Bilder habe ich auf meinen Rechner abgelegt. lachen lachen zwinkern
Original

mit Lüftung: lachen

Das scheint aber trotzdem ne Compu Fire zu sein zwinkern


Geschrieben von: Beitragssammler am: 21.12.12, 22:45:00
Nein, ist meine!

Ist eine normale 14,2V 33A Serienlichtmaschine, lediglich offen gemacht zwecks besserer Kühlung!


Gruß
Michael

winken


Geschrieben von: Beitragssammler am: 22.12.12, 00:52:14
Hallo Marcus,

wie war das noch?

Unter dem Motto die LiMa das unbekannte Wesen:

Vom Grundsatz her handelt man so:

Schwarz auf Rot & Plus ist Minus!!!

Oh, da habe ich aber leicht die Wechstaben verbuchselt!

Na ja, aber da hier alle Experten sind, weiß ja Jeder was gemeint ist, oder???


aspass aspass aspass

Aber laß uns mal Ernst werden!

Wenn ich lese, daß Jemand mißt, das bei seiner Goldwing bei 11 Volt ein Strom von 40 Ampere von der Lichtmaschine kommt, so muß ich ehrlich sagen, entweder will der uns "ver...eimern" oder er weiß überhaupt nicht, wovon er spricht!

Ähh, ich betone noch einmal, es ist hier Physik und da kann man alles nachrechnen!

Also rechnen wir mal:

Erstens leistet diese kleine Lichtmaschine unter besten Voraussetzungen bei 14,2 Volt theoretische 468 Watt!

Watt / Volt = Ampere /// 468W / 14,2V = 32,95 A

Das heißt im maximalen Fall darf der Lichtmaschine 33 Ampere entnommen werden, für mehr Ampere ist die Spule gar nicht ausgelegt!

Ich sage es noch einmal sehr deutlich: Fließt aus dieser Lichtmaschine über einen längeren Zeitraum mehr als 33 Ampere, ist sie hin, egal bei welcher Spannung! Es hat ausschließlich etwas mit dem Strom zu tun, wenn eine LiMa brennt, nicht mit zu hoher Spannung! Liegt das Produkt aus Spannung x Strom natürlich höher als die Nominalleistung, verbrennt sie auch, klar!

Das rechnet sich im Einzelnen so:

V / A = der Gesamtwiderstand aller elektrischen Verbraucher.

14,2V / 33A = 0,43 Ohm

Also der Gesamtwiderstand der Verbraucher beträgt 0,43 Ohm!

Gegenprobe:

U / R = I /// 14,2V / 0,43 Ohm = 33.02A

Wenn ich jetzt vor der Ampel stehe und die Spannung sinkt ab, dann verändert sich zwar die Voltzahl, aber der Widerstandswert ändert sich nicht, außer ich schalte weitere Lampen ein oder aus!

Also, würde die Spannung jetzt vor einer Ampel absinken, was würde die Amperezahl machen? Sinken? Steigen? Gleichbleiben?

Schauen wir uns also mal an, was passiert, wenn die Spannung auf 12 Volt absinkt:

U / R = I /// 12V / 0,43 Ohm = 27,9A!

Aha!!! Die Amperezahl sinkt, und zwar erheblich (immerhin 5 Ampere weniger!), und nicht wie jeder Laie denkt, das sie steigen würde!

Man muß sich Elektrizität Laienhaft so vorstellen, das ist wie bei Wasser: Die Voltzahl ist der Druck, der das Wasser durch ein Röhrchen presst, der Röhrchen-Durchmesser ist der Widerstand, und zwar je dünner das Röhrchen (höherer Widerstand), um so mehr Druck (Spannung) gebrauche ich, um die gleiche Menge Wasser (Strom) durch das Röhrchen zu bringen!

Vor der Ampel fällt die Spannung zusammen, die Leistung der gesamten elektrischen Anlage wird geringer, gut zu sehen, da das Licht dunkler wird, die Gesamt-Leistung wird kleiner!

So und jetzt kommen wir mal auf die Ausgangsbehauptung zurück, daß bei 11 Volt 44 Ampere fließen, das würde folgendes bedeuten:

U / I = R /// 11V / 44A = 0,25 Ohm!

Der Gesamt-Widerstand der elektrischen Anlage beträgt also nur 0,25 Ohm!!!

Wenn wir jetzt mal weiterrechnen, was würde diese Maschine denn dann für eine Amperezahl benötigen um bei 14,2 Volt anzukommen:

U / R = I /// 14,2V / 0,25 Ohm = 56,8A

Andersherum gesagt, diese Maschine verbraucht, nach der Formel U x I = Watt /// 14,2V x 56,8A sagenhafte 806,56 Watt!!!

Das Einzige was mir dazu einfällt:

Der hat die Kaffeemaschine im Koffer vergessen aus zu machen!

Also bitte liebe Forumsmitglieder, tragt doch nicht immer so dick auf!!!

Zu mindestens die, die ein wenig Ahnung von der Materie haben, die antworten doch schon gar nicht auf so´n Unsinn!

Nur damit mal klar ist, über was für eine (Dauer-)Energie wir da reden, bei mir im Wohnmobil sind 3 Akkus mit je 240 Ah parallel geschaltet, also insgesamt 12 Volt 720 Ah, das ist ja schon mal ein wenig mehr als die 20 Ah einer Goldwing!!! Die Kühlung erfolgt bei dem WoMo voll Elektrisch, die Heizung erfolgt über eine Dieselheizung (recht großer Stromverbraucher die ganze Nacht durch)und gekocht wird auf einem Ceranfeld mit 3000W über einen elektrischen Umformer. Also wenn ich da morgens früh losfahre, dann lädt eine 100A LiMa diesen Akkublock ca. eine Fahrtstunde mit so um die 60 A bis auf ca. 14,4 Volt und dann noch einmal mit verminderter Leistung bis auf ca. 14,8 Volt hoch, dauert dann noch einmal ca. 1,5 Stunden. Als LiMa-Regler dient da aber ein spezieller Power-Regler von Sterling! Habe ich schon einmal ausführlich drüber berichtet!

Ein normaler Regler würde die LiMa überhaupt nicht zu dieser Leistung animieren können!

Können!

Auch wenn das eine 100A LiMa ist, die kann überhaupt die Dauer-Leistung von 60A nicht bringen!!! Weil der Regler das nicht zuläßt, das bei DER Leistungsanforderung 14,2 Volt oder mehr an der Batterie erreicht werden!!!

Jeder der Ungläubig ist darf mal mitfahren, ohne Sterling-Powerregler ist nach 8 Stunden Fahrt die Batterie noch nicht voll, mit Power-Regler nach 2,5 Stunden "Rappelvoll"!

Und da willst Du diese Leistungen mit einer vom Durchmesser kleinen GL-Lima mit 33A Spitzenwert erreichen?

Die LiMa die Keysch da auf dem Foto zeigt, das ist eine normale, kühltechnisch frisierte und elektrisch frisierte LiMa, die hat zwei Regler, manuell umschaltbar, einen 14,2 Volt-Regler und einen 15,6 Volt-Regler.

Es ist schon Etwas machbar, man sollte nur wissen, worüber man überhaupt spricht!


Gruß
Michael

winken


Geschrieben von: Murgcruiser am: 22.12.12, 08:43:11
Guten Morgen Michael,

sauber erklärt. Wenn jetzt noch der Part über das Spannungs- und Ladeverhalten von Bleiakkus kommt, dann bin ich sehr zufrieden. Bitte aber dann noch die Details über Querströme bei parallel geschalteten Akkus.

Nee im ernst. Batterie, Regler und Lima sind ein abgestimmtes System. Ebenso wie die als Standard am Mopped von Honda verbauten Verbraucher. Wird ein Teil verändert, muss der Rest angepasst werden. Sonst gibt es Ärger im Elektrokram. Die Entwicklungs Ings bei Honda hatten sich dabei was gedacht, als sie die Komponenten dimensioniert hatten. Fahrzyklen, Drehzahlbänder, Lastbereiche, Verbräuche.

Natürlich wurde nicht eine doppelt so starke Systemkette eingebaut. Für was?
Ich habe hier einen Parallel Thread für die GL1800 laufen über Leerströme.
Leerstrom = Mopped abgestellt, alle Verbraucher ausgeschlatet, die ausgeschaltet werden können.
Hat schon mal jemand ein Amp-Meter verbaut um den Stromfluss von und zur Batterie zu beobachten?
Gab's früher als Zeigerinstrument, welches nach links und rechts umd den Nullpunkt ausschlagen konnte?
Das würde ich mir zuerst einbauen wenn ich Limaprobleme hätte und mehr Verbraucher installiert als Standard.

Mit 11V Ladespannung bei 6 Zellen einer 12V Batterie = 1.83V Ladespannung pro Zelle, kannst du die Zelle chemisch nicht beeindrucken viel Ladung aufzunehmen.
Da wären 14.2 - 14.3 schon viel besser. Dann am Besten I/10, also ein Zehntel der Nennkapazität deines Bleiakkus. Bei 20Ah also 1.5A - 2.0A


Geschrieben von: Beitragssammler am: 22.12.12, 09:56:35
Wenn ich Mir die Bilder von Keysch so anschaue hab ich den Einwand bedeutet viel Kühlung nicht auch viel Dreck in der Lima? geschockt

Grüße an alle.


Geschrieben von: Murgcruiser am: 22.12.12, 15:49:01
Vielleicht nochmal etwas, was interessant für Euch sein könnte.
Wenn man mit seiner Goldwing nur Kurzstrecke fahren kann, respektive Stop-Go und das jeden Tag, dann hat bei all' den Verbrauchern die Lichtmachine natürlich wenig Chance die Leistung zu erbringen die benötigt wird um die Batterie zu laden. Das hat fatale Folgen. Durch die permanente Unterladung „altert“ die Batterie natürlich viel schneller.

Eine Nachladung der Batterie sollte dann mit 10% - 30% der Nennkapazität erfolgen, um die chemischen Vorgänge im Säurehaushalt wieder in Ordnung zu bringen. Jetzt kommt dann meistens der zweite fatale Fehler. Viele Motorradfahrer von Großmotorrädern, wie die Goldwing nun mal eines ist, laden dann diesen Akku mit dem ProCharger von Tante Louise nach, oder einem ähnlichen Ladegerät, welches die Ladeleistung nicht aufbringen kann, oder kein echtes CCCV Ladegerät ist. Solche Ladegeräte sind aber nur für Bleiakkus mit einer Kapazität von max. 15Ah gedacht (und das ist noch übertrieben), denn der ProCharger liefert z.B. NUR 1.000mA, also 1A. Da ist eigentlich bei einer Bleibatterie bei einer Kapazität von 15Ah aber sowas von Schluss.

Einem Goldwingakku mit 20Ah wie bei der 1800er tut das nicht so gut. Der fragt schon gerne mindestens 2.5A Ladestrom, damit die Chemie richtig in Gang kommt.

Um einem Goldwingakku was richtig Gutes zu tun, sollte zudem das CCCV Ladevefahren angewendet werden. (CCCV = constant current constant voltage)
Wie funktioniert das.

Zuerst CC = constant current oder auf Schwäbisch konstanter Ladestrom.
Der Bleiakku erhält z.B. 2.5A bis er die Zellenspannung von 14.3V erreicht hat.

Dann CV = constant voltage oder auf Badisch konstante Spannung.
Nun hält das Ladegerät die 14.3V und verhindert das schädliche Gasen im Akku, wobei der Ladestrom langsam über die Zeit zurück geht.

Fällt der Ladestrom unter einen bestimmten Punkt, geht ein gutes Ladegerät dann in die Erhaltung und Pflege.

Wir empfehlen das HTDC 5000 von Conrad, welches wir für unser 1800er Gespann im Golfcarmodus also 2.5A max Ladestrom betreiben.
Vorteil dieses Ladegerätes ist, dass es für kleiner Akkus, Quad/Golfcar und Autoakkus bis 100Ah eingesetzt werden kann und ein astreiner Prozessor gesteuerter CCCV Lader ist, der auf seinem Diaplay zu jeder Zeit informiert wo er im Programm steckt und welche Werte der Ladevorgang hat.

Also. Steckdose einbauen – auf Dauerplus legen und Abends wenn man nach hause kommt einfach einstöpseln. Das funktioniert leider nicht in dem Umfang mit dem ProCharger. Der hat einfach zu wenig „Dampf“.


Geschrieben von: Beitragssammler am: 22.12.12, 17:05:10
Hallo Zusammen,

@ Matze

Die LiMa ist Luftgekühlt!

Ob wenig Luft oder viel Luft durch das Gehäuse strömt ist doch egal, vielleicht ist bei einem großen Luftstrom sogar die Gefahr von Dreckablagerungen geringer, weil die Staubteilchen sich nicht setzen können!

Dann mal überlegt, was kommt denn da für eine Luft an, also wo kommt die denn her?

Unter dem Kühler ist ein Lufteinlass der den Block, die Vergaser und die Auspuffanlage kühlen soll.

Die Kühlung für die Fächerkrümmer geht nach unten weg, klar!

Die Luft die oberhalb den Motorblock umspült soll die Vergaser kühlen, sonst würde dort von der Strahlungswärme vom Block das Benzin drin verdampfen!

Diese Luft geht dann weiter nach hinten und strömt um die LiMa herum, um dann wieder nach unten beim Hauptständer auszutreten.

Diese Luft ist zwar schon warm, enthält dadurch aber kein Spritzwasser vom Fahren mehr. Sieht man auch deutlich wenn man die Seitendeckel aufmacht, da ist nirgendwo Spritzwasser sondern nur Staub!

Also keine Sorge, je größer die Schlitze in der LiMa, um so besser ist die Kühlung mit der ja schon vorgewärmten Luft!

Diese vorgewärmte Luft ist natürlich im Sommer und eben auf langen Fahrten das Kühlungsproblem!

Mach doch mal selbst den Test, nimm den linken Seitendeckel ab und dann gibst Du ein wenig Gas, damit der Motor so auf 3000U/min läuft, also die Drehzahl die bei der Fahrt normal ist. Und dann halte bitte einmal die Hand vor die Kühlöffnungen der LiMa! Die vorderen Öffnungen sind für die Wicklung zuständig, während die Hinteren mehr die Diodenplatte kühlen.

Was merkst Du?

Die hinteren Öffnungen kommt wenigstens ein ganz klein wenig Luft heraus, während vorne fast nichts zu spüren ist! Meinst Du im Ernst, das reicht im Sommer?

Ich hoffe Deine Sorgen wegen der Verschmutzung zerstreut und Deine Beführchtung nach nicht ausreichender Kühlung der LiMa sensibilisiert zu haben!

Ein Tip: Die LiMa nur im ausgebauten und auseinandergenommenen Zustand bearbeiten, sonst sind die Späne alle im Gehäuse!

Wie habe ich das gemacht?

Einfach die ganzen Stege von den Kühlöffnungen mit dem Dremel weggefräst, so waren da nur noch große viereckige Öffnungen, also das Gehäuse als solches wurde nicht geschwächt!


@ Murgcruiser

Hallo,

im Prinzip hast Du schon mal etwas gehört, und vielleicht auch in die richtige Richtung getan, aber so möchte ich das nicht stehen lassen, weil da stimmt Einiges nicht so richtig.

Aber es ist schon Mal wesentlich besser als was hier sonst so herum geistert, da gebe ich Dir vollkommen Recht, auch, bitte nicht falsch verstehen, Du sagst eigentlich nichts Falsches, aber man muß da schon wesentlich weiter ausholen um so eine komplexe blöde Batterie zu verstehen und vor allem, was sie will!

Ich darf das einmal gleich ausführlich beantworten, ich muß noch etwas erledigen?


Gruß
Michael

winken


Geschrieben von: Murgcruiser am: 22.12.12, 17:27:30
Da bin ich mal gespannt wie weit wir in die Säuredichte eintauchen werden. lachen lachen lachen lachen


Geschrieben von: Beitragssammler am: 22.12.12, 19:40:33
Hallo Murgcruiser,

wir werden!

Aber ich mache das heute Nacht, da habe ich mehr Ruhe, nur soviel schon vorweg, wenn ich das richtig sehe, dann ist an Deinem Ladegerät ein Schalter zum Einstellen der Akkukapzität, aber kein Schalter zum Vorwählen des Akkutyps, ob es sich um einen Blei-Säure, Blei-Gel oder einen AGM-Akku handelt.

Soweit habe ich die Betriebsanleitung von Deinem Ladegerät doch richtig verstanden, oder?


Bis Nachher
Michael

winken


Geschrieben von: Murgcruiser am: 22.12.12, 20:56:12
Nicht ganz richtig,

ich kann über einen Taster den max. Ladestrom begrenzen. 1A, 2.5A, 5A.
That's it.


Geschrieben von: Beitragssammler am: 23.12.12, 03:41:29
Hallo Murgcruiser,

wie komme ich da drauf, daß von dem was Du erzählst nur die Richtung stimmt, es aber nicht die ganze Wahrheit ist?

Nun ich möchte es mal so sagen, 45 Jahre Pleiten, Pech & Pannen bei mir, und immer wieder aufstehen und fragen, warum ist das jetzt schief gegangen, was habe ich nun schon wieder falsch gemacht, kann man nicht durch 10 minütiges Googeln im Internet ersetzen!

Wo fange ich denn jetzt am Gescheitesten an?

Also, Du bist besonders stolz, daß Dein Ladegerät eine IUoU-Kennlinie hat!

Das ist eine sehr schöne Kennlinie!

Das ist bestimmt eine sehr wirkungsvolle Kennlinie, aber wofür ist diese Kennlinie denn erdacht worden?

Diese Kennlinie ist bestimmt nicht erdacht worden um Starterbatterien zu laden!

Autsch!!!

Diese Kennlinie stammt aus der Zeit der Trafoladegeräte, die hatten nämlich von Zuhause aus alle ein W-Kennlinie.

(Tut mir leid, aber ich komme mit dem neuen System nicht klar, ich hoffe die Diagramme werden am Ende vom Text dargestellt, wenn ich das sende.)

Diese Kennlinie ist zuerst als IU-Kennlinie geschaffen worden um bei E-Booten, Rollstühlen, Gabelstaplern, also Akkus die über einen längeren Zeitraum entladen werden, in kurzer Zeit wieder voll zu bekommen.

Dann hat man die oU-Stufe drangehängt, um nach der Volladung die Batterie "frisch" zu halten!

Warum jetzt so ein "kompliziertes" Ladegerät für so einen kleinen Preis?

Ganz einfach, was früher sehr kompliziert war, weil die Elektronik wieder einen Trafo steuern mußte, ist heute durch die Schaltnetzteil-Technik ein "Pfennigsartikel" geworden!

Dein Ladegerät ist schlichtweg überteuerter "Schrott"!

Warum ich so etwas sagen kann?

Ganz einfach, die IU-Kennlinie macht jedes Schaltnetzteil, ohne das ein Marketing-Manager ihm sagt, eh, Du bist jetzt etwas Besonderes, Du bist ein IU-Ladegerät!!!

Und was viel schlimmer ist, es wird behauptet, dieses Ladegerät könne Blei-Säure-Akkus, AGM-Akkus und sogar Blei-Gel-Akkus laden!!!

Das ist sachlich falsch!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Alle drei Akkutypen haben andere Schaltpunkte und andere Ladeschlußspannungen!!!

Wieso das so wichtig ist?

Na ja der (richtige) Blei-Gel-Akku wird nach meinen Informationen geschädigt wenn er über 2,3 Volt pro Zelle = 13,8 Volt geladen wird. Vielleicht könnte man noch 14 Volt verantworten.

Bei den (richtigen) AGM-Akkus liegt die Ladeschlußspannung aber so Richtung 14,7 Volt.

Während die Nass-Batterie, also der Blei-Säure-Akku sich am wohlsten fühlt, wenn er hinter der ersten IU-Stufe mit im Endstadium 1/10 C, eine zweite IU-Stufe folgt die dann nur noch ein Hundertstel C hat und aber dann auf 15 Volt ansteigt, im Sommer eben auf 14,8 Volt. Ausgleichsladungen werden sogar mit 2,7 Volt /Zelle = 16,2 Volt gemacht.

Bevor wir uns jetzt zerfleischen, muß man ganz klipp und klar sagen, die meisten, ob Händler oder Anwender, ich möchte fast sagen die Hersteller schüren das, wissen ja noch nicht einmal was ein Gel-Akku ist, oder wie eine AGM-Zelle aufgebaut ist, oder das es sogar bei den Blei-Säure-Batterien Unterschiede nach Langzeitentladungsbatterien und Starterbatterien gibt! Wenn man nach Panzerplattenbatterien fragt, muß man sich wohl an die Rüstungsindustrie wenden!

Ja, jetzt könnte man ja auf die Idee kommen, gut, zu hoch dürfen wir nicht, dann schalten wir halt früher ab, und das Problem ist gelöst!

Oh jeh, oh jeh, dann treiben wir erst recht den Teufel mit dem Beelzebub aus!!!

Ach so, fällt mir gerade ein, alle Batterietypen, über die wir gerade reden, sind alles Blei-Batterien, lediglich die Säure wird in drei unterschiedlichen Zuständen in der Batterie "gelagert", einmal in flüssiger Form, einmal in Pastenform und einmal in Windeln eingepackt!

Aber Eines bleibt allen Dreien erhalten, sie sind Bleiakkus!!!

Und Bleiakkus haben ein ganz großes Problem und das heißt SULFATIERUNG!!!

Man muß sich das Laienhaft vorstellen wir stehen vor einem Fenster und schauen nach draußen und nun kommt Jemand mit einer Rauhfaserrolle mit Farbe dran und rollt über unser Fenster!

Beim ersten Mal ist die Deckung noch nicht gut und wird können dran vorbei und da durch sehen, aber je öfter er da drüber streicht, umso weniger können wir sehen!

So müssen wir uns das in einer Batterie vorstellen, die Sulfatschicht blockiert immer mehr von der Oberfläche der Platte, bis gar kein Strom mehr da hindurch kann.

Und dieses Sulfat wird bei jeder Entladung gebildet und zwar umso mehr, je weiter wir die Batterie entladen! Deshalb große Kapazität, damit durch unsere Entladung jeweils wenig der Kapazität gebraucht wird!

Und wie bekomme ich das Sulfat wieder weg?

In dem ich die Batterie "überlade"!

Und hier, genau hier beißt sich die Katze in den Schwanz!

Eine Blei-Säure-Batterie kann ich also gasen lassen (mit ganz kleinem Strom) und sie wird wieder frei, aber alle anderen Typen zerstöre ich, wenn die "Gasung" einsetzt!!!

Deshalb ist ein ganz hochwertiges Ladegerät für Gel- und AGM-Batterien so überlebenswichtig!

Ja Murgcruiser, jetzt ist die Frage, hast Du eine Blei-Säure-Batterie, dann lädt dieses Ladegerät nicht weit genug, und auch die reißerischen Versprechungen da sei eine Technik drin, die durch Stromstöße das Sulfat zerstöre, werden Dir nichts nützen, denn diese Dinger sind schon lange wieder vom Markt verschwunden, weil es keine meßbaren Ergebnisse gab, außer die vom Hersteller!!!

Ja und wenn Du eine wirkliche Gel-Batterie hast, die wird dann nicht so lange leben, und eine AGM-Batterie wird wohl ihre berechneten drei Jahre Lebensdauer hinbekommen!

Damit das jetzt nicht falsch verstanden wird, ich rechne es Murgcruiser sehr hoch an, daß er versucht hat sich kundig zu machen, nur in der heutigen Zeit des Internets und seiner Suchmaschinen wird das angezeigt, was am häufigsten behauptet wird!

Mal eine ganz dumme Frage, warum sind die AGM-Batterien denn auf dem Markt?

Ganz klare Internet-Antwort, weil sie so gut sind!!!

Diese Antwort ist so falsch, wie sie falscher nicht sein kann!

Dieser Batterietyp ist von der Automobilindustrie gefordert worden, damit sie die Batterie aus dem warmen und vollen Motorräumen in die Fahrgastzelle pflanzen konnten!

Mit normalen Blei-Säure-Batterien nicht möglich, weil die Gefahrengut sind und im Falle eines Unfalls die Insassen gefährden würden, mußten diese in eine Box mit 20G Festigkeit gepackt werden, die AGM-Batterie ist aber kein Gefahrgut, weil die Säure in einer "Windel" ist!

Die AGM-Batterie ist aber gewaltig teurer in der Herstellung als die normale Blei-Säure-Batterie, die Automobilhersteller bezahlen aber fast nur den Preis einer normalen Batterie, also mußte der After-Sale-Markt den Euro bringen, also erzählte man, diese AGM-Batterien sind viel besser!

Neu sind sie in einem Punkt wirklich besser, das ist die Kaltstartfähigkeit bedingt durch den kleinen Abstand der Platten untereinander.

Was ich damit sagen will? Wenn man nicht selber sehr intensiv in einer Materie drinsteckt, hat man verloren!

Ich kenne diese Materie, Batterieladung von einer oder mehreren Batterien im Verbund, von Binnenschiffen über Boote und Wohnmobile bis hin zu Akku gepufferten BHKW-Anlagen als Insellösung und seit neuerer Zeit auch Lithium-Batterien und ihre sehr spezielle Ladetechnik von E-Autos sehr, sehr gut und gerade was Ladetechnik angeht macht mir so schnell Keiner ein X für ein U vor, aber sobald ich mein begrenztes Scheibchen Erde verlassen muß, dann haut es mich genau so nieder, wie in diesem Fall den Murgcruiser und ich sitze irgend einem "Sprücheklopfer" auf!

Das Internet hat nicht nur Vorteile, früher war bekannt wer Spezialist für welche Sachen war, heute gibt es nur noch "Kenner" und "Spezialisten", nur wenn man etwas gekauft hat, erlebt man meistens ein blaues Wunder, früher war Alles vielleicht teurer, aber wenn man es gekauft hatte, dann tat es auch das, wofür man es gekauft hat!

In der Nachkriegszeit soll man rostige Metallsachen mit Silberbronze gestrichen haben und den dummen Sauerländer Bauern als "Verzinkt" verkauft haben. Diese Farbe hieß "Bauernblind", so kommt mir heute das Internet vor!

Was hier eine Firma, die allgemein als Seriös bekannt ist, verkauft, ist ganz schlicht gesagt: Betrug! Die Umschaltung dient einzig dafür, daß nicht die Akkukapazität durch einen Ladecontroler berechnet wird, sondern ich gebe manuell vor, wie groß der Akku ist, damit wenn der erste Schaltpunkt erreicht ist, ganz simpel nur eine Zeit abläuft! Fatal ist diese Technik wenn das Ladegerät eingesteckt ist, die Batterie vollgeladen ist und dann ein kurzer Netzausfall ist, weil z.B. Jemand über die Schnur stolpert und die dadurch aus der Steckdose zieht! Dann wird der volle Akku nämlich noch einmal die ganze Nachlade-Zeit (nach dem ersten Erreichen der 14,3 Volt) geladen, bis die ZEIT abgelaufen ist, obwohl der Akku ja schon voll ist!

Eine Gel-Batterie ist dann schon schwer geschädigt!!!


Liebe Grüße
Michael

winken